René Dalbert erreicht den 4. Schwarzgurt
Wer René Dalbert kennt, weiss: Wenn er sich ein Ziel setzt, verfolgt er es mit Leidenschaft und Disziplin. Nun hat der Trainingsverantwortliche des Karateclubs Einsiedeln einen besonderen Erfolg gefeiert – die bestandene Prüfung zum 4. Dan, dem vierten Schwarzgurt im Karate. Ein Titel, der nicht nur Können, sondern jahrelange Hingabe und Ausdauer verlangt.
Was bedeutet ein 4. Schwarzgurt überhaupt?
Für Aussenstehende klingt „Schwarzgurt“ vielleicht einfach nach einem hohen Rang. Doch im Karate ist er weit mehr: Er steht für tiefes Verständnis der Kampfkunst, für Technik, Präzision und mentale Stärke. Der Weg dorthin ist lang – und mit jeder Stufe steigen die Anforderungen. Der 4. Dan ist ein Grad, den nur wenige erreichen. Er bedeutet, dass man nicht nur selbst exzellent Karate versteht, sondern auch andere unterrichten und die Philosophie des Karate weitergeben kann.
Ein besonderer Tag in Küssnacht am Rigi
Zweimal jährlich treffen sich Karateka aus verschiedenen Kantonen der Schweiz in Küssnacht am Rigi zum Regionaltraining der Swiss Karate Union (SKU). Vormittags wird gemeinsam trainiert, nachmittags finden die Prüfungen für höhere Gurtgrade statt. Für René war dieser Tag eine doppelte Herausforderung: Erst leitete er zwei Trainingseinheiten für die Teilnehmenden – und danach musste er selbst vor die Experten treten.
Die Prüfung – drei Disziplinen, drei Stunden Konzentration
An der Prüfung zum 4. Dan gibt es drei verschiedene Disziplinen: Zuerst müssen im Kihon-Bereich (Grundschule) vorgegebene Techniken ausgeführt werden. Dabei werden u. a. die Korrektheit der Ausführung, die stabile Position, Kraftübertragung, Körperspannung und -entspannung beurteilt. René konnte bei dieser Disziplin seine Techniken kraftvoll und sauber ausführen und zeigte keine Patzer. Als Zweites musste er zwei Katas vorzeigen, wobei es sich um genau vorgegebene Abläufe von Abwehren und Angriffen handelt, welche schon seit Jahrhunderten in dieser oder ähnlicher Form existieren. Zu beiden Kata zeigte René mit dem Trainingspartner die Anwendung der einzelnen Techniken vor. Er richtete die Erklärungen auf die realistische Selbstverteidigung aus, was die Experten vollends überzeugte. Für die dritte und vierte Kata musste René jeweils ein Los ziehen und die gezogene Kata vorzeigen. Als dritte Disziplin stand Kumite (Zweikampf) an. René Dalbert konnte hier den Fokus ebenfalls auf Selbstverteidigung setzen und zeigte bei seinen Übungen, dass Karate auch in realen Situationen angewendet werden kann. Nach drei intensiven Stunden kam die erlösende Nachricht: René hat bestanden!
Monatelange Vorbereitung
Der Erfolg kam nicht von ungefähr. Bereits ein Jahr vor der Prüfung legte René den Grundstein für sein Ziel. Es folgte eine intensive Trainingsphase, die viel Disziplin und Zeit erforderte. Neben zahlreichen Einheiten allein trainierte er regelmässig mit seinem Trainingspartner Christoph Lienert zusammen. Zusätzliche Trainings in Goldau bei befreundeten Karatekas sowie spezielle Übungseinheiten während der Ferien rundeten die Vorbereitung ab. Jede Einheit brachte ihn einen Schritt näher an das Karate, das für den 4. Dan verlangt wird.
Ein Vorbild für den Verein
Der Karateclub Einsiedeln sieht in diesem Erfolg weit mehr als eine persönliche Leistung. Er ist Ausdruck von jahrelanger Hingabe und Engagement. René Dalbert prägt den Verein seit Langem als Trainer und Vorstandsmitglied und trägt massgeblich zur Entwicklung des Clubs bei. Der 4. Schwarzgurt ist nicht nur ein sportlicher Titel, sondern ein Symbol für Ausdauer, Stärke und Leidenschaft. Der gesamte Verein ist stolz auf diesen Meilenstein und gratuliert herzlich zu dieser aussergewöhnlichen Leistung.
